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Das Impfprotokoll, dem wir bei unseren Staffordshire Bull Terrier Welpen folgen, ist einfach: der erste Kombinationsimpfstoff mit 6 bis 8 Wochen, noch in der Zucht, eine zweite Dosis mit drei Monaten, dann die Auffrischung ein Jahr später, sofern der eigene Tierarzt nichts anderes rät. Manche Tierärzte geben lieber eine weitere Dosis um die 16. Woche: dann folgt man dem Tierarzt, der die Gegend und den Hund kennt. Der Schutz setzt ein bis zwei Wochen nach der letzten Spritze ein, nicht im Moment der Injektion. Die Dosen liegen auseinander, weil mütterliche Antikörper den Welpen anfangs schützen, den Impfstoff aber stören. Die Tollwutimpfung ist ab 12 Wochen möglich, für Reisen ins Ausland Pflicht und gilt erst 21 Tage später. Bis der Welpe geschützt ist, meidet man Orte mit hohem Risiko, aber nicht die Sozialisierung. Ein Ratgeber der Staffordshire Bull Terrier Zucht Del Piccolo Diavolo, seit 2013 in Ostellato (Ferrara, Italien).
Wovor die Impfungen tatsächlich schützen
Die Kernimpfungen schützen vor vier Erkrankungen, die noch vor wenigen Jahrzehnten die häufigsten Todesursachen bei Welpen waren. Staupe greift Atemwege, Verdauung und Nervensystem an und verläuft häufig tödlich. Parvovirose verursacht schwere blutige Darmentzündung und tötet ungeimpfte Welpen binnen Tagen. Die ansteckende Leberentzündung schädigt Leber und Nieren. Leptospirose ist bakteriell, wird über den Urin von Ratten und Wildtieren in stehendem Wasser übertragen und ist auf den Menschen übertragbar.
Die Parvovirose verdient besondere Beachtung, weil sie monatelang in der Umwelt überlebt und gegen die meisten Haushaltsdesinfektionsmittel unempfindlich ist. Ein Garten, in dem ein infizierter Hund war, kann lange danach noch ansteckend sein: daher die Vorsicht, wo ein ungeimpfter Welpe seine Pfoten hinsetzt.
Der Impfplan
Dies ist das Protokoll, dem wir folgen. Die erste Injektion erfolgt mit 6 bis 8 Wochen, noch beim Züchter, und deckt Staupe, Hepatitis und Parvovirose ab. Die zweite erfolgt mit drei Monaten, meist ergänzt um Leptospirose. Dann die Auffrischung ein Jahr später; danach richtet sich der Abstand nach Impfstoff und tierärztlicher Einschätzung. Der eigene Tierarzt kann ein anderes Protokoll haben, zum Beispiel mit einer zusätzlichen Dosis um die 16. Woche: dann gilt sein Rat.
| Alter | Was gemacht wird | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| 6-8 Wochen | Erste Dosis des Kombinationsimpfstoffs: Staupe, Hepatitis, Parvovirose | Noch beim Züchter, vor der Abgabe |
| 3 Monate | Zweite Dosis, meist mit Leptospirose | Sofern der eigene Tierarzt nichts anderes rät |
| Ab 12 Wochen | Tollwut, Pflicht für Reisen in der Europäischen Union | Gültig 21 Tage danach, eingetragen im Heimtierausweis |
| Etwa 14 Wochen | Keine Injektion: der Schutz setzt ein | Die Immunität baut sich ein bis zwei Wochen nach der letzten Dosis auf |
| Ein Jahr später | Auffrischung | Danach richtet sich der Abstand nach Impfstoff und Tierarzt |
Der Schutz besteht nicht sofort. Die Immunität baut sich über ein bis zwei Wochen nach der letzten Injektion auf; mit unserem Protokoll ist ein Welpe also mit etwa 14 Wochen wirklich geschützt, nicht im Moment der letzten Spritze.
Zwei Details werden oft übersehen. Erstens darf der Abstand zwischen den Dosen nicht verkürzt werden, weil maternale Antikörper den Impfstoff blockieren und der Plan um deren Abbau herum konstruiert ist. Zweitens muss der Tierarzt bei erheblicher Verzögerung unter Umständen einen Teil des Plans neu beginnen.
Tollwut und Reisen
Die Tollwutimpfung gehört in weiten Teilen Italiens nicht zum Standardplan des Welpen, ist aber für Reisen innerhalb der Europäischen Union vorgeschrieben. Sie kann ab der zwölften Lebenswoche gegeben werden, muss von einem ermächtigten Tierarzt in den Heimtierausweis eingetragen werden und wirkt einundzwanzig Tage nach der Verabreichung. Papiere, Auto, Bahn und Flugzeug: die praktischen Regeln stehen im Ratgeber zum Reisen mit dem Staffy.
Diese Wartefrist ist absolut und lässt sich nicht verkürzen. Wer mit einem Welpen ins Ausland will, sollte sie beim ersten Tierarztbesuch ansprechen und nicht 3 Wochen vor der Abreise.
Optionale Impfungen
Der Zwingerhusten, als Nasen- oder Schluckimpfung, ist sinnvoll für Welpen, die eine Hundeschule besuchen, in Pension gehen oder zur Fellpflege sollen. Er verringert die Schwere, statt sicher vorzubeugen, weil mehrere Erreger das Syndrom auslösen.
Die Leishmaniose-Impfung ist in Endemiegebieten relevant, zu denen inzwischen große Teile Italiens gehören. Sie ersetzt kein Repellent-Halsband und kein Spot-on; Ihr Tierarzt berät nach Region und Lebensweise.
Nach der Impfung: normal und nicht normal
Leichte Müdigkeit, verminderter Appetit und eine empfindliche Einstichstelle für vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden sind normal und erfordern nichts. Eine kleine feste Schwellung an der Stelle kann 2 Wochen bleiben und verschwindet meist von selbst.
Nicht normal und ein Fall für den sofortigen Tierarztbesuch: Schwellung von Gesicht oder Fang, Quaddeln, wiederholtes Erbrechen, Atemnot oder Kollaps. Das sind Zeichen einer allergischen Reaktion, sie treten meist innerhalb einer Stunde auf, und deshalb ist es sinnvoll, nach einer ersten Impfung noch kurz in der Nähe der Praxis zu bleiben.
Wohin der Welpe in der Zwischenzeit darf
Das ist die praktisch wichtigste Frage, denn das Sozialisierungsfenster schließt sich um die zwölfte Woche, etwa zwei Wochen bevor der Schutz vollständig ist. Passiv abzuwarten kostet im Verhalten mehr, als es an Infektionsrisiko spart.
Unbedenklich vor Abschluss: den Welpen auf dem Arm durch die Straße tragen, Freunde mit geimpften gesunden Hunden besuchen, der eigene Garten, sofern dort kein ungeimpfter Hund war, und Autofahrten, um die Welt vom Fenster aus zu sehen.
Zu meiden: öffentliche Parks und Hundewiesen, Gehwege, auf denen viele fremde Hunde markieren, der Boden im Wartezimmer und Kontakt mit Hunden unbekannten Impfstatus.
Entwurmung parallel zur Impfung
Beide Pläne laufen nebeneinander und werden oft verwechselt. Und die Entwurmung wirkt nur, wenn das Ergebnis mit einer Kotuntersuchung überprüft wird. Welpen werden alle 2 Wochen ab der zweiten Lebenswoche bis zur zwölften entwurmt, danach monatlich bis zum sechsten Monat, als Erwachsene vierteljährlich. Der Züchter übernimmt den ersten Teil und sollte Ihnen die Daten schriftlich mitgeben.
Ein Welpe mit erheblichem Wurmbefall reagiert schwächer auf die Impfung, deshalb möchten Tierärzte die Entwurmung vor der Injektion aktuell haben.
Das Impfbuch
Jede Injektion muss mit Datum, Präparatename, Chargennummer und Praxisstempel eingetragen sein. Bewahren Sie das Heft sicher auf: es wird für Pension, Reisen, Ausstellungen und jede spätere Behandlung gebraucht, und es lässt sich nachträglich nicht rekonstruieren.
Bei einem Welpen von uns sind die erste Impfung und der Entwurmungsplan bereits eingetragen, und wir gehen die verbleibenden Termine vor der Abgabe gemeinsam durch.